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Sondergebäude (Justizanstalten) (erhöhte Anforderungen)

Folgende Normen/Vorschriften müssen berücksichtigt werden. Beachten Sie zusätzlich die Anforderungen im Bescheid. Bei komplexeren Gebäuden können zusätzliche Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit gefordert sein.

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din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Sicherheitsleuchte - #4413
din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Rettungszeichen - #1418
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din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Brandbekämpfende Einrichtung - #4369
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din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Erste-Hilfe-Stelle - #4366
din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Sicherheitsleuchte - #1893
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din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Sicherheitsleuchte - #1893
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din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Sicherheitsleuchte - #1895
din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Sicherheitsleuchte - #1895
din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Sicherheitsleuchte - #1895
din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Sicherheitsleuchte - #1895
din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Sicherheitsleuchte - #1893
din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Sicherheitsleuchte - #1893
din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Sicherheitsleuchte - #4413
din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Sicherheitsleuchte - #1577

Sicherheitsleuchte

  • nahe jeder Brandbekämpfungs- und Meldeeinrichtung, so dass 5 lux vertikale Beleuchtungsstärke an den Melde-, den Brandbekämpfungseinrichtungen und der Anzeigen der Brandmeldeanlage erreicht werden.

Rettungszeichen

  • in Sanitärbereichen ab 8 m² und in barrierefreien WC- Anlagen
  • nahe Schutzbereichen für Menschen mit Behinderung und nahe Rufanlagen. Ebenso sind zwei-Wege-Kommunikationseinrichtungen für diese Bereiche sowie Alarmeinrichtungen in Toiletten für Menschen mit Behinderung zu berücksichtigen
  • Die Mindestbeleuchtungsstärke in diesem Bereich muss 0,5 Lux betragen.

Rettungszeichen

  • nahe jeder im Notfall zu benutzenden Ausgangstür
  • Die Mindestbeleuchtungsstärke in diesem Bereich muss 1 Lux betragen.

Rettungszeichen

  • nahe jeder im Notfall zu benutzenden Ausgangstür
  • Die Mindestbeleuchtungsstärke in diesem Bereich muss 1 Lux betragen.

Rettungszeichen

  • nahe jeder im Notfall zu benutzenden Ausgangstür
  • Die Mindestbeleuchtungsstärke in diesem Bereich muss 1 Lux betragen.

Rettungszeichen

  • nahe jeder im Notfall zu benutzenden Ausgangstür
  • Die Mindestbeleuchtungsstärke in diesem Bereich muss 1 Lux betragen.

Brandbekämpfende Einrichtung

  • Unter einer brandbekämpfenden Einrichtung versteht man im Sinne der ÖNORM EN 1838 Selbsthilfeeinrichtungen und Meldeeinrichtungen wie Handfeuerlöscher, Selbsthilfeanlagen wie Wandhydranten und Löschanlagen.

Brandbekämpfende Einrichtung

  • Unter einer brandbekämpfenden Einrichtung versteht man im Sinne der ÖNORM EN 1838 Selbsthilfeeinrichtungen und Meldeeinrichtungen wie Handfeuerlöscher, Selbsthilfeanlagen wie Wandhydranten und Löschanlagen.

Erste-Hilfe-Stelle

  • Unter einer Erste-Hilfe-Stelle versteht man im Sinne der ÖNORM EN 1838 zum Beispiel Erste-Hilfe-Kästen, Notfallduschen, Augenduschen oder Defibrillatoren.

Sicherheitsleuchte

  • Die Mindestbeleuchtungsstärke in diesem Bereich muss 1 Lux betragen.

Sicherheitsleuchte

  • Die Mindestbeleuchtungsstärke in diesem Bereich muss 1 Lux betragen.

Sicherheitsleuchte

  • Die Mindestbeleuchtungsstärke in diesem Bereich muss 1 Lux betragen.

Sicherheitsleuchte

  • Die Mindestbeleuchtungsstärke in diesem Bereich muss 1 Lux betragen.

Sicherheitsleuchte

  • Die Mindestbeleuchtungsstärke in diesem Bereich muss 1 Lux betragen.

Sicherheitsleuchte

  • Die Mindestbeleuchtungsstärke in diesem Bereich muss 1 Lux betragen.

Sicherheitsleuchte

  • nahe jedem letzten Ausgang und außerhalb des Gebäudes bis zu einem sicheren Bereich

Sicherheitsleuchte

  • nahe jedem letzten Ausgang und außerhalb des Gebäudes bis zu einem sicheren Bereich

Sicherheitsleuchte

  • nahe jedem letzten Ausgang und außerhalb des Gebäudes bis zu einem sicheren Bereich

Sicherheitsleuchte

  • nahe jedem letzten Ausgang und außerhalb des Gebäudes bis zu einem sicheren Bereich

Sicherheitsleuchte

  • Die Mindestbeleuchtungsstärke in diesem Bereich muss 1 Lux betragen.

Sicherheitsleuchte

  • Die Mindestbeleuchtungsstärke in diesem Bereich muss 1 Lux betragen.

Sicherheitsleuchte

  • nahe jeder Brandbekämpfungs- und Meldeeinrichtung, so dass 5 lux vertikale Beleuchtungsstärke an den Melde-, den Brandbekämpfungseinrichtungen und der Anzeigen der Brandmeldeanlage erreicht werden.
  • nahe jeder Erste-Hilfe-Stelle, so dass 5 lux vertikale Beleuchtungsstärke am Erste-Hilfe-Kasten erreicht werden.

Sicherheitsleuchte

  • in Räumen für Sicherheits- und Ersatzstromaggregate, für Hauptverteiler der Sicherheit- und Ersatzstromversorgung und der allgemeinen Stromversorgung und für Schaltanlagen mit Nennspannungen über 1 kV und in Räumen zu Bedienung zentraler Brandschutztechnischer Einrichtungen (zB. Sprinklerzentrale, Brandmeldezentrale).
  • din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Symbols - Notlichtsystem

    Notlichtsystem

    Es sind Gruppenbatteriesysteme (LPS), Zentralbatteriesysteme (CPS) und Einzelbatterieleuchtensysteme zulässig.

    System:

    Gemäß OVE E 8101 2019-01-01 Tabelle 56.A.1.AT sind Gruppenbatteriesysteme (LPS), Zentralbatteriesysteme (CPS) und Einzelbatteriesysteme zulässig. Weitere Informationen finden sie in unserer Auflistung Anwendungsbereiche, Grenzwerte und Anforderungen

    Automatische Prüfeinrichtung mit zentraler Erfassung/Registrierung

    OVE E 8101 2019-01-01 Punkt 560.9.001.AT

    „Bei mehr als 20 Sicherheitsleuchten in einem zusammenhängenden Gebäudeteil ist eine automatische Prüfeinrichtung mit zentraler Erfassung/Registrierung gemäß ÖVE/ÖNORM EN 62034 vorzusehen.“

    Schaltungsarten der Sicherheitsbeleuchtung:

    OVE E 8101 2019-01-01 Punkt 560.9.4

    Schaltungsart: „Eine Sicherheitsbeleuchtung muss im Dauerbetrieb oder im Bereitschaftsbetrieb geschaltet sein. Die Betriebsarten dürfen auch kombiniert werden.“

    OVE E 8101 2019-01-01 Punkt 560.9.5

    „Im Bereitschaftsbetrieb muss die Stromversorgung der allgemeinen Beleuchtung für den betroffenen Bereich im Endstromkreis überwacht werden. Führt eine Unterbrechung der Stromversorgung für die allgemeine Beleuchtung in einem Bereich zum Ausfall der allgemeinen Beleuchtung, so muss die Sicherheitsbeleuchtung automatisch aktiviert werden. Es sind in jedem Fall Maßnahmen zu treffen, die sicherstellen, dass bei Ausfall der allgemeinen Stromversorgung die örtliche Sicherheitsbeleuchtung des betroffenen Bereichs aktiviert wird.“

    Kennzeichnung der Sicherheitsleuchten

    OVE E 8101 2019-01-01 Punkt 560.9.15:

    „Leuchten der Sicherheitsbeleuchtung und zugehörige Komponenten müssen durch ein gut sichtbares und ein einfach lesbares rotes oder grünes Schild gekennzeichnet werden.“

    „ANMERKUNG AT: Alternativ können andere Maßnahmen zur eindeutigen Identifizierung der Sicherheitsleuchten verwendet werden.“

    „In der Nähe der Leuchten bzw. an der Leuchte muss die Verteiler-, die Stromkreis- und die Leuchtennummer angebracht sein.“

  • din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Symbols - Nennbetriebsdauer 8h

    Nennbetriebsdauer 8h

    Die Nennbetriebsdauer der Sicherheitsstromquelle muss mindestens 8 h entsprechen.

    OVE E 8101 2019-01-01 Tabelle 56.A.1.AT:

    „Die Nennbetriebsdauer von Batterien darf bei zusätzlichem Einsatz von Sicherheitsstromaggregaten auf eine Stunde reduziert werden, wenn der Hauptverteiler des Sicherheitsstromversorgungssystems an das Sicherheitsstromaggregat angeschlossen ist und die zu versorgenden Sicherheitseinrichtungen über das Aggregat mindestens für die geforderte Nennbetriebsdauer versorgt werden.“

  • din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Symbols - Sicherheitsbeleuchtung Antipanikfläche

    Sicherheitsbeleuchtung Antipanikfläche

    Die Antipanikbeleuchtung ist Teil der Sicherheitsbeleuchtung, die der Panikvermeidung dienen soll und es Personen erlaubt, eine Stelle zu erreichen, von der aus ein Rettungsweg eindeutig als solcher erkannt werden kann. Die Beleuchtungsstärke muss in der Fläche mindestens 0,5 lx betragen

    ÖNORM EN 1838 Punkt 4.3.1

    „Die horizontale Beleuchtungsstärke darf 0,5 lx auf der freien Bodenfläche nicht unterschreiten, wobei Randbereiche mit einer Breite von 0,5 m nicht berücksichtigt werden.“

    ÖNORM EN 1838 Punkt 4.3.2

    „Die Ungleichmäßigkeit Ud Verhältnis der kleinsten zur größten Beleuchtungsstärke nach EN 12665, darf 1:40 nicht unterschreiten.“

    OVE E 8101 2019-01-01 718.NE.1.560.9.003.AT

    Antipanikbeleuchtung

    „Folgende Anforderungen sind einzuhalten:

    a) Die Antipanikbeleuchtung muss in betriebsmäßig verdunkelbaren Räumen unabhängig von der Verdunkelungssteuerung vom verdunkelten Raum aus eingeschaltet werden können. Eine Helligkeitsregelung ist nicht zulässig.

    b) Die Schaltstellen müssen in Versammlungsstätten in der Nähe von mindestens je einen Ausgang jeder Platzfläche so angebracht sein, dass sie für Aufsichtspersonen jederzeit leicht zugängig, aber einer unbeabsichtigten Betätigung entzogen sind. Die Schaltstellen für die Antipanikbeleuchtung der Bühne müssen an geeigneter Stelle auf der Bühne in der Nähe der Zugangstür angebracht sein.

    c) Die Schaltstellen der Antipanikbeleuchtung sind zu beachten. Die durch die Betätigung eines Schalters bewirkte Einschaltung darf nicht durch die Betätigung eines anderen Schalters aufgehoben werden können. Eine Ausschaltmöglichkeit im Lichtregieraum (Bühnenlichtstellwarte) ist zulässig.“

    Auszug aus 718.NE.1.560.9

    Allgemeine Anforderungen für Sicherheitsbeleuchtungsanlagen

    In Versammlungsstätten, in Bühnenbetriebsräumen über 20 m², zB Probebühnen, Chor- und Ballettübungsräumen, Orchesterübungsräumen, Stimmzimmern, Aufenthaltsräumen für Mitwirkende, in Bildwerferräumen, in Manegen, in Sportrennbahnen sowie in Stehplatzbereichen von Versammlungsstätten mit nicht überdachten Spielflächen ist eine Antipanikbeleuchtung gemäß ÖNORM EN 1838 zu errichten.

  • din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Symbols - Sicherheitsbeleuchtung Fluchtweg

    Sicherheitsbeleuchtung Fluchtweg

    Die Sicherheitsbeleuchtung am Fluchtweg ist der Teil der Notbeleuchtung, der Personen das sichere Verlassen eines Raumes/Gebäudes ermöglicht. Die Beleuchtungsstärke muss entlang der Mittellinie mindestens 1 lx betragen.

    ÖNORM EN 1838 Punkt 4.2.1

    „Bei Rettungswegen müssen die horizontalten Beleuchtungsstärken auf dem Boden entlang der Mittellinie des Rettungsweges mindestens 1 lx betragen. Bei Fluchtwegen mit einer Breite bis zu 2 m müssen die horizontalen Beleuchtungsstärken auf dem Boden entlang der Mittellinie mind. 1 lx betragen. Breitere Fluchtwege können als mehrere 2 m breite Streifen betrachtet werden oder mit einer Antipanikbeleuchtung ausgerüstet werden.“

    ÖNORM EN 1838 Punkt 4.2.2

    „Die Ungleichmäßigkeit Ud Verhältnis der kleinsten zur größten Beleuchtungsstärke nach EN 12665, darf 1:40 entlang der Mittellinie des Rettungsweges nicht unterschreiten.

  • din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Symbols - Brandbekämpfende Einrichtung / Erste-Hilfe-Stelle

    Brandbekämpfende Einrichtung / Erste-Hilfe-Stelle

    Nahe jeder Erste-Hilfe-Stelle und jeder Brandbekämpfungs- und Meldeeinrichtung muss eine Leuchte angebracht werden, so dass 5 lx vertikale Beleuchtungsstärke erreicht werden.

    ÖNORM EN 1838 Punkt 4.1.2

    „Nahe jeder Brandbekämpfungs- und Meldeeinrichtung muss eine Leuchte angebracht werden, so dass 5 lx vertikale Beleuchtungsstärke an den Melde-, den Brandbekämpfungseinrichtungen und der Anzeigen der Brandmeldeanlage erreicht werden.
    Unter „Nahe“ versteht man einen Abstand < 2 m.“

    „Nahe jeder Erste-Hilfe-Stelle muss eine Beleuchtung von 5 lx vertikaler Beleuchtungsstärke am Erste-Hilfe-Kasten erreicht werden.
    Unter „Nahe“ versteht man einen Abstand < 2 m.“

  • din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Symbols - Fernanzeige

    Fernanzeige

    Für dieses Gebäude ist eine Fernanzeige an zentraler Stelle erforderlich.

    OVE E 8101 2019-01-01 Punkt 560.5.001.AT

    „An zentraler während der betriebserforderlichen Zeit ständig überwachter Stelle ist durch Meldeeinrichtungen der Anlagenzustand (System betriebsbereit, Speisung aus der Stromquelle für Sicherheitszwecke, Störung) des Sicherheitsstromversorgungssystems anzuzeigen. Dies gilt nicht für Einzelbatterieanlagen für bis zu 20 Sicherheitsleuchten.“

    OVE E 8101 2019-01-01 Punkt § 560.9.14

    „Der Betriebszustand der Sicherheitsbeleuchtung muss für jede Stromquelle an einem gut einsehbaren Standort angezeigt werden.“

  • din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Symbols - Erstprüfung

    Erstprüfung

    Es ist eine Erstprüfung bei Inbetriebnahme, bei Änderungen und Reparaturen von einer Fachkraft vor der Wiederinbetriebnahme zu tätigen.

    Auszug aus der OVE E 8101 2019-01-01 Punkt 56.NE.560.600.4.1

    • Be- und Entlüftung des Aufstellungsraumes für Batterien und zugehörende Einrichtungen sowie der Sicherheit gemäß ÖVE/ÖNORM EN 50272-2
    • Ausreichende Batteriekapazität und einwandfreie Funktion der Batterien
    • Funktion des Sicherheitsstromversorgungssystems durch Unterbrechung der Netzzuleitung
    • Messtechnische Überprüfung der lichttechnischen Anforderungen gemäß ÖNORM EN 1838

    Für Bereiche, in denen eine Lichtmessung nicht möglich ist (z.B. bei Einrichtungen mit 24-Stunden-Dauerbetrieb und ständigem Lichteinfall von außen), können Berechnungen oder Messwerte aus anderen Bereichen (mit gleichen Leuchtmitteln und gleicher Einbauhöhe) herangezogen werden.

  • din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Symbols - Wiederkehrende Prüfungen

    Wiederkehrende Prüfungen

    Die Sicherheitsbeleuchtungsanlagen und Ersatzstromquellen müssen gemäß den Herstellerangaben und den jeweils zutreffenden technischen Bestimmungen in Stand gehalten werden.

    Auszug aus der OVE E 8101 2019-01-01 Punkt 56.NE.560.600.5

    • Prüfung der Gerätefunktionen
    • Prüfung der Bemessungsbetriebsdauer:
      Für jährliche Prüfung der Bemessungsbetriebsdauer können auch andere dem Stand der Technik entsprechende Prüfverfahren herangezogen werden.
    • Prüfung der Beleuchtungsstärke:
      Alle drei Jahre Messung der Beleuchtungsstärke gemäß ÖNORM EN 1838
    • Über die regelmäßigen Prüfungen müssen Prüfbücher geführt werden, die eine Kontrolle über mindestens drei Jahre gestatten. Diese sind der Dokumentation hinzuzufügen.

    Fachinformation für Arbeitsstätten Ausgabe September 2012- (zu berücksichtigende Anforderungen für Arbeitsstätten)

    „Um eine einwandfreie Funktion der Sicherheitsbeleuchtung in Arbeitsstätten zu gewährleisten, sind Sicherheitsbeleuchtungsanlagen gemäß Arbeitsstättenverordnung § 13 mindestens einmal jährlich und nach größeren Instandsetzungen, Änderungen oder wenn begründete Zweifel am ordnungsgemäßen Zustand bestehen, auf ihren ordnungsgemäßen Zustand zu überprüfen, wobei die Prüfungen von einer Elektrofachkraft nach den Regeln der Technik durchzuführen sind.

    Die Funktion der Leuchten ist monatlich von einer zumindest elektrotechnisch unterwiesenen Person durch Augenschein zu kontrollieren; bei selbstprüfenden Anlagen kann diese Kontrolle entfallen.

    Die Aufzeichnungen über die Prüfungen sind drei Jahre, jene über die Kontrollen der Leuchten sechs Monate in der Arbeitsstätte aufzubewahren.

    Den obigen Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung wird entsprochen, wenn zumindest die in Tabelle 2 zusammengefassten Prüfinhalte ausgeführt werden.“

    Tabelle 2 – Intervalle und Umfang für Prüfungen und Wartungen

    Prüfintervall Prüf- und Wartungstätigkeit

    „Jährlich:

    • Überprüfung der ausreichenden Kapazität der Batterien, zB durch Entladung mit allen angeschlossenen Verbrauchern. Wenn sich bei einer „eingeschränkten Dauerprüfung“ nach 2/3 der Bemessungsdauer herausstellt, dass die Batterie auf eine geringere Spannung entladen wurde, als für eine Entladung von 2/3 der Bemessungsdauer gefordert, ist diese zu erneuern.
    • Manuelle Prüfung der Anlagenfunktion durch Unterbrechung der Netzzuleitung (auch bei Verwendung eines automatischen Prüfsystems).

    Monatlich:

    • Manuelle Prüfung der Funktion der Sicherheitsbeleuchtung bei Anlagen ohne automatisches Prüfsystem.
    • Probebetrieb des Sicherheitsstromaggregates für mindestens eine Stunde und unter einer Last von mindestens 50 % der Verbraucherleistung.
    • Auf Unterschreitung der Mindestbeleuchtungsstärke durch Alterung oder Verschmutzung ist zu achten. Dies kann durch Messungen in regelmäßigen Zeitabständen und/oder durch einen entsprechenden Wartungsplan erfolgen.

    Aufgetretene Störungen sind sofort zu beheben.“

  • din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Symbols - Brandschutztechnische Anforderung des Notlichtsystems

    Brandschutztechnische Anforderung des Notlichtsystems

    LPS Anlagen < 100 Leuchten, welche einen Brandabschnitt von mehr als 1600 m²versorgen, LPS Anlagen > 100 Leuchten und CPS Anlagen benötigen einen zusätzlichen Brandschutz.

    OVE-Richtlinie R 12-2 2019-01-01 Punkt 3.1.

    Bitte kontaktieren Sie Ihren din-Ansprechpartner für projektspezifische Informationen.

  • din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Symbols - Verkabelung Funktionserhalt

    Verkabelung Funktionserhalt

    Die Dauer des Funktionserhalts der elektrischen Kabel und Leitungsanlage muss mindestens 30 Minuten betragen. Sicherheitsbeleuchtungsanlagen; ausgenommen jene Teile der Endstromkreise welche einen abgeschlossenen Brandabschnitt versorgen bzw. deren Ausfall zu keiner unzulässigen Beeinträchtigung anderer Bereiche führt.

    OVE-Richtlinie R 12-2 2019-01-01 Punkt 6.3.2

    „Es sind 30 Minuten Funktionserhalt der elektrischen Kabel- und Leitungsanlage gefordert bei Sicherheitsbeleuchtungsanlagen gefordert, ausgenommen jene Teile der Endstromkreise welche einen abgeschlossenen Brandabschnitt versorgen bzw. deren Ausfall zu keiner unzulässigen Beeinträchtigung anderer Bereiche führt.

    Das bedeutet: Der Verzicht auf den Funktionserhalt ist nur innerhalb des letzten Brandabschnittes zulässig. Aus diesem Brandabschnitt dürfen keine Leitungen in weitere Brandabschnitte abgehen, ausgenommen Leitungen in „Unterbrandabschnitten“ mit maximal je zwei Sicherheitsleuchten (mit oder ohne Piktogramm).

    Bei einem lokalen Brand in einem mitversorgten „Unterbrandabschnitt“ darf die Sicherheitsbeleuchtung der Fluchtwege nicht unzulässig beeinträchtigt werden. Dies ist dann erfüllt, wenn mind. 50% der Sicherheitsbeleuchtung in den Fluchtwegen (z.B.: durch eine alternierende Stromkreisaufteilung der Sicherheitsleuchten) funktionsfähig bleiben. Bei gesicherten Fluchtbereichen gemäß Arbeitsstättenverordnung müssen 100% der Sicherheitsbeleuchtung in den Fluchtwegen funktionsfähig sein.“

  • din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Symbols - Netzüberwachung

    Netzüberwachung

    lm Bereitschaftsbetrieb muss die Stromversorgung der allgemeinen Beleuchtung für den betroffenen Bereich im Endstromkreis überwacht werden.

    OVE E 8101 2019-01-01 Punkt 560.9.5

    „Im Bereitschaftsbetrieb muss die Stromversorgung der allgemeinen Beleuchtung für den betroffenen Bereich im Endstromkreis überwacht werden. Führt eine Unterbrechung der Stromversorgung für die allgemeine Beleuchtung in einem Bereich zum Ausfall der allgemeinen Beleuchtung, so muss die Sicherheitsbeleuchtung automatisch aktiviert werden. Es sind in jedem Fall Maßnahmen zu treffen, die sicherstellen, dass bei Ausfall der allgemeinen Stromversorgung die örtliche Sicherheitsbeleuchtung des betroffenen Bereichs aktiviert wird.“

  • din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Symbols - Brandmeldekontakt

    Brandmeldekontakt

    Im Bereitschaftsbetrieb muss bei Vorhandensein einer automatischen Brandmeldeanlage eine Ansteuerung erfolgen.

    TRVB 151 S Ausgabe 2015-09-01 BRANDFALLSTEUERUNGEN

    Sofern eine automatische Brandmeldeanlage vorhanden ist, muss die Notbeleuchtung über den Summenalarm bzw. objekts- und bauteilweise der BMA angesteuert werden.“

  • din-Sicherheitstechnik - Praxisbeispiele - Symbols - Fluchtweg-Szenarien-Umschaltung FSU

    Fluchtweg-Szenarien-Umschaltung FSU

    Eine Fluchtweg-Szenarien-Umschaltung kommt in Gebäuden zur Anwendung in denen sich Fluchtwege je nach Gebäudenutzung oder Gefahrensituation verändern.

    „Die OVE E 8101 sowie die ASTV weisen auf FSU-Systeme hin:

    OVE 8101, 718.560.9.001.AT:
    „ANMERKUNG 2.AT Wenn eine Risikobewertung für eine bauliche Anlage zusätzlich zu den von einer Sicherheitsbeleuchtungsanlage beherrschten Fehlerereignissen (Störung oder Ausfall der allgemeinen Stromversorgung) weitere Gefahrenmomente aufzeigt, kann ein elektrisch betriebenes (adaptives) dynamisches Sicherheitsleitsystem erforderlich sein. Optische Sicherheitsleitsysteme sind kein Ersatz für eine gegebenenfalls erforderliche Sicherheitsbeleuchtung.“

    ASTV 2017, § 19, 1C:
    „(1c) Sind überwiegend ortsunkundige Personen (z. B. Kund/innen) auf den Fluchtweg angewiesen, ist ergänzend zu Abs. 1a durch geeignete technische oder organisatorische Maßnahmen sicherzustellen, dass der Eintritt einer Gefahr rechtzeitig wahrgenommen werden kann und im Gefahrenfall das rasche und sichere Verlassen der Arbeitsstätte möglich ist (z. B. Sicherheitsüberwachungseinrichtungen, Ordnerdienste).““

FAQ’s: Häufig gestellte Fragen

Antworten zu Ihren Fragen

  • Welche normativen Anforderungen müssen bei der Umrüstung von bestehenden Notleuchten mit Leuchtstofflampen auf eine Ausführung mit LED-Technologie beachtet werden?

    Generell müssen alle verbauten Leuchten für die Notbeleuchtung der Norm EN 60598-2-22 entsprechen.

    Bei Umrüstungen ist zu unterscheiden, ob ein kompletter Tausch der bestehenden Notleuchten angedacht ist oder eine Lösung mit LED-Austauscheinsätzen angestrebt wird. Je nach Bestandsdauer des installierten Notbeleuchtungssystems kann die Entscheidung für die eine oder andere Lösung von Vorteil sein.

    Beim Tausch des gesamten Beleuchtungssystems ist zu beachten, dass die neuen LED-Notleuchten den notlichtrelevanten Vorschriften entsprechen, mit dem bestehenden Sicherheitsbeleuchtungssystem kompatibel sind und die lichttechnischen Anforderungen gemäß den vorliegenden Bestimmungen weiterhin einhalten. In besonderen Fällen macht es Sinn bzw. ist es erforderlich das Sicherheitsbeleuchtungssystem mit zu tauschen.

    Bei der Verwendung von LED-Austauscheinsätzen gilt ein besonderer Augenmerk auf die Verwendung von zertifizierten und vom Hersteller freigegebenen Lösungen. Mit dem eigenständigen Eingriff in die bestehenden Leuchten und der Verwendung von nicht-zertifizierten, sowie nicht freigegebenen Produkten geht die Verantwortung auf die hantierende Person über und jegliche Garantie-, Gewährleistungs- und Haftungsansprüche gegenüber dem Hersteller der Leuchte gehen verloren. Geprüfte LED-Austauscheinsätze von namhaften Herstellern halten in der Regel alle normativ relevanten Produktanforderungen ein, sind mit den bestehenden Leuchtengehäusen kompatibel – sowie auf den Technologiestandard abgestimmt und die CE-Bescheinigung der gesamten Leuchten bleibt auch nach Umrüstung erhalten. In Zusammenhang mit dieser Lösung ist natürlich darauf zu achten, dass die lichttechnischen Anforderungen gemäß den vorliegenden Bestimmungen weiterhin eingehalten werden.

  • Welche gesetzlichen Betreiberpflichten sind in Zusammenhang mit der Notbeleuchtung zu beachten?

    In Zusammenhang mit den notlichtrelevanten Betreiberpflichten sind eine Vielzahl an Vorschriften zu beachten:

    ArbeitnehmerInnenschutzgesetz, Landesbauordnungen, Arbeitsstättenverordnung, Fachinformation für Arbeitsstätten, OIB Richtlinien, OVE E 8101, OVE E 8101/AC1, OVE-Richtlinie R 12-2, OVE-Richtlinie R 12-2/AC, ÖVE/ÖNORM EN 50172, ÖVE/ÖNORM EN 62034, ÖNORM EN 1838, Vorgaben gemäß Baubescheid bzw. Brandschutzkonzept, Anforderungen gemäß Herstellerangaben

    Als wesentliche, gesetzliche Pflichten dieser Bestimmungen sind zu erwähnen:

    • Regelmäßige (jährliche) Wartung gemäß Herstellerangaben
    • Überprüfung der Gerätefunktion inkl. Leuchten im Intervall gemäß nachstehender Tabelle
    • Jährliche Überprüfung der Bemessungsbetriebsdauer der Sicherheitsstromquelle
    • Jährliche manuelle Prüfung der Gerätefunktionen
    • Überprüfung der Beleuchtungsstärke im Intervall gemäß nachstehender Tabelle
    • Bereitstellung einer detaillierten Anlagendokumentation
    • Vollständiger Prüfbericht über mindestens 3 Jahre rückverfolgbar

     

    Gerne unterstützen wir Sie bei der Einhaltung ihrer Pflichten, um gesetzlich auf der sicheren Seite zu sein.

  • Wie erfolgt die Fluchtwegkennzeichnung bei Evakuierung von Personen mit Mobilitätseinschränkungen in Geriatriezentren, Alten- und Pflegeheimen oder ähnlicher Nutzung?

    In Geriatriezentren, Alten- und Pflegeheimen erfolgt die Evakuierung der pflegebedürftigen Menschen vorwiegend durch das anwesende, geschulte Personal (=organisatorischer Brandschutz). In diesem Zusammenhang sind unterstützende, technische Maßnahmen wie z.B. die FSU-Technologie (Fluchtweg Szenarien Umschaltung) zu empfehlen und können über ein Brandschutzkonzept gefordert sein.
    Mittels dynamischer FSU Fluchtweglenkung – visuell und akustisch – kann verhindert werden, dass zum Beispiel Personen in Richtung eines brennenden oder verrauchten Fluchtweges flüchten.
    Im Bereich „mobilitätseingeschränkter Personen“ bietet die FSU-Technologie vor allem für die Gruppe der hör-, seh- und bewegungseingeschränkten Personen sicherheitstechnische Vorteile.
    Höreingeschränkte Personen werden visuell über freie und gesperrte Fluchtwege anhand der dynamischen Fluchtwegleuchten informiert.
    Seh- und bewegungseingeschränkte Personen bekommen über notversorgte Lautsprecher eindeutige, akustische Sprachmeldungen zur Handhabung der Notsituation.
    Für weiterführende Informationen verweisen wir auf fsu.notlicht.at .

  • Wie hat in Krankenhäuseren, Geriatriezentren, Alten- und Pflegeheimen oder ähnlicher Nutzung bei horizontaler Evakuierung in angrenzende Rauch- bzw. Brandabschnitte (Evakuierungsabschnitte) die Fluchtwegkennzeichnung zu erfolgen?

    Laut Rückmeldung von Brandschutzexperten gibt es vier Evakuierungsstufen.
    Stufe 4 fordert eine Fluchtwegkennzeichnung und Evakuierung ins Freie.
    Stufe 1-3 werden über den organisatorischen Brandschutz geregelt, wobei die Evakuierung durch das geschulte Personal erfolgt. In diesem Zusammenhang sind unterstützende, technische Maßnahmen wie z.B. die FSU-Technologie (Fluchtweg Szenarien Umschaltung) zu empfehlen und können über ein Brandschutzkonzept gefordert sein.
    Für weiterführende Informationen verweisen wir auf fsu.notlicht.at .

  • Was sind die wesentlichen Unterschiede zwischen OIB 2015 und OIB 2019 in Bezug auf die Not- u. Sicherheitsbeleuchtung?

    Als wesentliche Unterschiede können folgende Punkte erwähnt werden.
    – Die OIB-Richtlinien 2019 wurden inhaltlich an die neue Normenlage (OVE E 8101, OVE-Richtlinie R 12-2) angepasst
    – Die OIB-Richtlinien gehen erstmals mit der Ausgabe 2019 im Teil 2, Tabelle 6 auf die Unterscheidung und Zuordnung von Sicherheitsbeleuchtungsanforderungen in Abhängigkeit der Nutzungsart und einer Kategorisierung nach Gebäudegröße, Personenanzahl oder Anzahl an Gästebetten ein. Dabei wird grundlegend in „Sicherheitbeleuchtung eingeschränkt auf Fluchtwege und festverlegtes Rettungswegesystem“ und „Sicherheitsbeleuchtung, uneingeschränkt“ unterschieden.
    – Während die OIB-Richtlinien mit Ausgabe 2015 idR. eine Fluchtweg-Orientierungsbeleuchtung und für besondere Widmungen die ÖVE/ÖNORM E 8002 anführen, verweisen die OIB-Richtlinien mit Ausgabe 2019 bereits auf die Normen OVE E 8101, OVE-Richtlinie R 12-2, ÖNORM EN 1838 und ÖVE/ÖNORM EN 50172.

  • Ist es zulässig in E30 Sicherungsdosen einen Abgang in E0 Leitungsausführung anzuschließen, wenn sich dieser im selben bzw. benachbarten Brandabschnitt wie die Sicherungsdose befindet, oder müssen E30 Sicherungsdosen zur Aufrechterhaltung der E30 Qualifikation grundsätzlich mit E30 Leitungen angeschlossen werden?

    Diesbezüglich möchten wir auf die OVE-Richtlinie R 12-2 und das Berichtigungsdokument OVE-Richtlinie R 12-2/AC verweisen. Aus diesen Dokumenten geht hervor, dass ausschließlich im abgesicherten Brandabschnitt inklusive situierter E30 Sicherungsdose eine Verkabelung ohne Funktionserhalt ausgeführt werden darf. Die Leitungsführung in nachgelagerte Brandabschnitte muss in Funktionserhalt ausgeführt sein.
    Konkrete Informationen zu E30 Dosen sind in OVE-Richtlinie R 12-2, Punkt 8.2.2 beschrieben.

    FAQ - Gallery - Left - Ist es zulässig in E30 Sicherungsdosen einen Abgang in E0 Leitungsausführung anzuschließen, wenn sich dieser im selben bzw. benachbarten Brandabschnitt wie die Sicherungsdose befindet, oder müssen E30 Sicherungsdosen zur Aufrechterhaltung der E30 Qualifikation grundsätzlich mit E30 Leitungen angeschlossen werden? - 1
    FAQ - Gallery - Left - Ist es zulässig in E30 Sicherungsdosen einen Abgang in E0 Leitungsausführung anzuschließen, wenn sich dieser im selben bzw. benachbarten Brandabschnitt wie die Sicherungsdose befindet, oder müssen E30 Sicherungsdosen zur Aufrechterhaltung der E30 Qualifikation grundsätzlich mit E30 Leitungen angeschlossen werden? - 1
  • Bei welchen Änderungen muss die bestehende Notbeleuchtung auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden?

    Das Elektrotechnikgesetz definiert gemäß § 6. (1) „Wer wesentliche Änderungen oder Erweiterungen an bestehenden elektrischen Anlagen oder elektrischen Betriebsmitteln ausführt, hat dabei jene elektrotechnischen Sicherheitsvorschriften, welche im Zeitpunkt des Ausführungsbeginnes solcher Arbeiten in Kraft stehen, einzuhalten. …“

    Die wesentlichen Änderungen und Erweiterungen sind im Elektrotechnikgesetz § 1 definiert und nachfolgend angeführt.

    §1. „(3) Eine wesentliche Änderung einer elektrischen Anlage liegt vor, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
    1. Die Stromart(en) (Gleichstrom, Drehstrom, Wechselstrom) wird (werden) geändert.
    2. Die Nennspannung(en) der Anlage wird (werden) um mehr als 20% geändert, es sei denn, die Anlage wurde so errichtet, daß diese Änderung bei ihrer Konstruktion berücksichtigt wurde und höchstens eines bereits bei der Auslegung vorgesehenen Austausches einzelner Betriebsmittel bedarf.
    3. Durch Änderungen der Schutzmaßnahme bei indirektem Berühren in einem Anlagenteil werden Auswirkungen in anderen Anlagenteilen ausgelöst.
    4. Durch andere Maßnahmen werden die Voraussetzungen für die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen gegen direktes oder bei indirektem Berühren beeinträchtigt.

    (4) Eine wesentliche Erweiterung einer elektrischen Anlage liegt vor, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
    1. Die elektrische Anlage wird örtlich in Bereiche erweitert, in denen bisher keine elektrische Anlage oder eine solche mit einer anderen Anspeisung der Stromversorgung bestanden hat.
    2. Die Leistung, die der Zuleitung maximal entnommen werden soll, erhöht sich so sehr, daß eine Verstärkung der Zuleitung notwendig ist.

    (5) Eine wesentliche Änderung eines elektrischen Betriebsmittels liegt vor, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
    1. Eine oder mehrere der Größen oder Eigenschaften Stromart, Nennspannung, Nennstrom, Nennleistung, Nennbetriebsart, Nenndrehzahl oder Nennfrequenz der Stromversorgung werden geändert, es sei denn, das Betriebsmittel ist so gebaut, daß diese Änderung ohne baulichen Eingriff möglich ist und die Auswirkungen dieser Änderung bereits bei der Konstruktion des Betriebsmittels berücksichtigt wurden.
    2. Teile des elektrischen Betriebsmittels, die dem Schutz des Benutzers oder anderer Personen dienen, werden geändert oder dauernd entfernt.

    (6) Eine wesentliche Erweiterung eines elektrischen Betriebsmittels liegt vor, wenn dieses mit zumindest einem anderen elektrischen Betriebsmittel betriebsmäßig zusammengefaßt wird, aber dadurch weder eine elektrische Anlage nach Abs. 2 noch ein elektrisches Betriebsmittel anderer Art entsteht, es sei denn, die Betriebsmittel sind so gebaut, daß diese Zusammenfassung ohne wesentliche Änderung eines der Betriebsmittel möglich ist und die Auswirkungen dieser Zusammenfassung bereits bei der Konstruktion der Betriebsmittel.“

  • Wenn sich in der Normen-Vorschreibung Differenzen ergeben, z.B. der Baubescheid fordert die ÖVE/ÖNORM E 8002 bzw. OVE E 8101 und das Brandschutzkonzept fordert die TRVB E 102, was wiegt mehr - der Baubescheid oder das Brandschutzkonzept?

    Formal ist die Vorschreibung der Behörde immer einzuhalten, da dies ein individuell rechtsetzender Akt ist.
    Das Brandschutzkonzept ist nur eine vertragsrechtliche Vereinbarung zwischen dem Auftraggeber (z.B. Bauherr) und Auftragnehmer (z.B. Planer). Technisch ist aber immer zu prüfen, wie das geforderte Schutzziel am Besten erreicht werden kann.

  • Nach welchen Normen und Richtlinien ist die Notbeleuchtung zu planen und zu errichten, wenn einzelne Bundesländer die neuen OIB-Richtlinien 2019 nicht übernehmen und die angeführten Normen und Richtlinien gemäß den älteren OIB-Richtlinien bereits abgekündigt/zurückgezogen sind?

    Wenn einzelne Bundesländer die neuen OIB-Richtlinien 2019 nicht oder erst eine gewisse Zeit nach der Zurückziehung der TRV E 102 E übernehmen sollten, wird empfohlen, für die technische Ausführung einer Sicherheitsbeleuchtung die „allgemeinen Anforderungen“ gemäß Tabelle 5.1 der OVE-Richtlinie R12-2 heranzuziehen zumal die allgemeinen Anforderungen der Tabelle 5.1 auch die Nachfolgebestimmungen für die TRVB E 102 darstellen.

  • Wie muss eine ordnungsgemäße 3-Phasenüberwachung der Allgemeinbeleuchtungskreise ausgeführt sein?

    Eine ordnungsgemäße 3-Phasenüberwachung der Allgemeinbeleuchtungskreise ist in der angeführten Grafik dargestellt.

    Das 3 Phasen-Spannungsüberwachungsmodul ist nach den Sicherungselementen in den Allgemeinbeleuchtungsstromkreis zu integrieren.

    Eine Veränderung des Spannungsniveaus (Spannungsabfall bzw. -ausfall) wird in diesem Fall vom 3 Phasen-Überwachungsmodul erkannt und die kombinierte Sicherheitsbeleuchtung über die Phasenüberwachungsschleife am Ausgang des Moduls (Kontakt 11, 14) aktiviert.

  • Wer darf Brandschutzkonzepte erstellen?

    Welche Qualifikation für die Erstellung von Brandschutzgutachten erforderlich ist, ist eher schwierig bzw. nicht eindeutig zu beantworten. Generell kann jedes elektrotechnische Planungsbüro, ein Ziviltechniker oder eine sonstige Person mit ausreichendem Fachwissen Brandschutzkonzepte erstellen.

    Auch die Gewerbeordnung macht dazu keine dezidierten Aussagen. (siehe Gewerbeordnung § 82B Zif.2 – Überprüfung von Betriebsanlagen“ bzw. Gewerbeordnung § 134 Ingenieurbüros (Beratende Ingenieure), bzw. Gewerbeordnung § 1 Geltungsbereich)

  • Darf gegen den Baubescheid berufen werden?

    Gegen den Bescheid darf berufen werden. Gegen das Gesetz (OIB- Richtlinien) kann nicht berufen werden.

  • Wer ist für die Sicherheitsbeleuchtung in Gebäuden verantwortlich?

    Die verantwortliche Person für die Errichtung und Instandhaltung der Sicherheitsanlage ist der Betreiber der baulichen Anlage.

    Wir unterstützen  Sie gern bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe.